Diversität in der Arbeitswissenschaft – Eine Einordnung

Advanced Research Project (ARP), Bachelorthesis, Studienarbeit (Diplom)

Hintergrund

Im Kontext der Covid-19 Pandemie sind Aspekte wie soziale Gerechtigkeit, Vielfalt und Teilhabe in Gesellschaft und Arbeit in den Fokus des gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurses gerückt. Unter dem Stichwort Gender-Data-Gap sind insbesondere in den vergangenen zwei Jahren Ungleichheiten und Problemstellungen in Bezug auf Gender vermehrt sichtbar geworden. Gender stellt dabei nur einen möglichen Aspekt dar, der im Forschungskontext berücksichtigt und zur Beschreibung von Vielfalt bzw. Diversität von Menschen oder Gruppen herangezogen werden kann. In Sozial- und Gesellschaftswissenschaft lange verankert, findet Forschung unter Berücksichtigung dieses Aspekts zunehmend Eingang in andere Disziplinen, beispielsweise im Bereich Informatik oder der Verkehrsplanung. Die genannten Forschungsfelder zeigen im Hinblick auf Gesundheit oder Wohlbefinden sowie hinsichtlich ergonomischer Zielgrößen wie Sicherheit und Komfort große Leerstellen auf. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse zeigt sich der Handlungsbedarf, Diversität in der Arbeitswissenschaft konkreter einzubeziehen und mit zu berücksichtigen.

Aufgabenstellung

Zunächst soll der Begriff und das Verständnis zu Diversität über die (Kern-)Betrachtungsebenen der Arbeitswissenschaft (Luczak & Volpert, 1987) im Rahmen einer systematischen Literaturanalyse aufgearbeitet werden. Hier gilt es vor allem Zugänge (methodisch, definitorisch), die Dimensionen von Diversität und deren Verflechtung (Intersektionen) genauer zu untersuchen. Auf Grundlage der Erkenntnisse soll eine Einordnung in den aktuellen Forschungsstand erfolgen und Leerstellen aufgezeigt sowie Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Beginn

Ab sofort.

Vorkenntnisse

Gute Deutsch- und Englischkenntnisse. Vorlesung „Arbeitswissenschaft“ vorteilhaft, aber nicht erforderlich.

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