Multifunktionale Spaltprofile durch prozessintegriertes Fügen

Multifunktionale Spaltprofile durch prozessintegriertes Fügen

 

Motivation

Spaltprofilieren wird den Verfahren der Massivumformung zugeordnet und stellt hinsichtlich Werkstoffeigenschaften und Steifigkeit von Kaltprofilen eine Alternative zu konventionellen Fertigungsverfahren dar. Kaltprofile werden heutzutage nicht nur für Versteifungs- oder Tragfunktionen eingesetzt, sondern erfüllen durch zusätzliche Elemente vielseitige Aufgaben. Um diese Multifunktionalität von Kaltprofilen zu erreichen, werden in industriellen Produktionsprozessen unterschiedliche Fertigungstechnologien, wie z.B. Stanz- , Schweiß- oder Clinchoperationen, eingesetzt.

[1] Prozesskette beim Spaltprofilieren
[1] Prozesskette beim Spaltprofilieren

Zielsetzung

Aktuelle Forschungen des PtU beschäftigen sich mit multifunktionalen Kaltprofilen, die durch die Spaltprofiliertechnologie kontinuierlich hergestellt werden sollen. Ziel dieser Forschungsarbeiten soll es sein, zusätzliche Elemente während des Spaltprofilierprozesses lokal einzubringen, um Spaltprofile mit multifunktionalen Eigenschaften herzustellen (Abbildung [1]).

[2] Spaltprofil mit gefügten Funktionselementen
[2] Spaltprofil mit gefügten Funktionselementen

Lösungsweg

Beim Spaltprofilierprozess treten prozessbedingte Dehnungen im Spaltprofil auf, die gezielt für einen Fügeprozess genutzt werden sollen. Einbringungsort, Elementgeometrie und Materialpaarungen werden untersucht und optimiert, sodass ein schädigungsfreier Fügeprozess der Funktionselemente während des Spaltprofilierens durchgeführt werden kann (Abbildung [2]).

 

Danksagung

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des SFB 666 „Integrale Blechbauweisen höherer Verzweigungsordnung – Entwicklung, Fertigung, Bewertung“ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.