Start des Forschungsprojektes »Hydromechanische Papierumformung«

14.12.2015

Start des Forschungsprojektes »Hydromechanische Papierumformung«

Am ersten Dezember 2015 fiel der Startschuss für das Forschungsprojekt »Neue Produkte aus Papier durch hydromechanische Papierumformung«.

Am ersten Dezember 2015 fiel der Startschuss für das Forschungsprojekt »Neue Produkte aus Papier durch hydromechanische Papierumformung«.

Aus dem vorangegangenen IGF-Projekt 17788 N mit dem Titel »Anwendung wirkmedienbasierter Verfahren zum Tiefziehen von Papier und Karton« ist bekannt, dass die hydrostatische Drucküberlagerung während der Umformung einen positiven Einfluss auf die Umformbarkeit von Papier hat. Durch eine Kombination von wirkmedienbasiertem Tiefziehen mit konventionellem Tiefziehen soll dieser Effekt ausgenutzt, gleichzeitig aber auch die Prozessgeschwindigkeit gegenüber dem wirkmedienbasierten Verfahren deutlich erhöht werden. Hierdurch ist eine deutlich höhere Produktionsmenge und damit einhergehend eine verbesserte Wirtschaftlichkeit gegeben.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Etablierung des hydromechanischen Tiefziehens von Papier und das Aufstellen einer entsprechenden Auslegungsstrategie für neuartige Produkte aus Papier. Der produktive Prozess des Tiefziehens mit starren Werkzeugen wird mit dem erweiterten Formgebungsspektrum der wirkmedienbasierten Umformung kombiniert. Ein starrer Formstempel drückt in ein mit Wirkmedium gefülltes und durch eine Folie abgedichtetes Kissen, welches eine gezielte Werkstoffstützung während der Umformung gewährleistet.

Basierend auf den Erfahrungen vorangegangener Forschungsprojekte (vgl. IGF-17788N und DFG GR1818/37-1) werden gezielte Materialcharakterisierungen sowie Interaktionstests durchgeführt. Diese dienen dem Aufbau numerischer Simulationsmodelle, welche zur Auslegung von Werkzeugen und Machbarkeitsanalysen geeignet sind. In Abgleich mit experimentellen Umformversuchen werden die Modelle überprüft und weiter optimiert. Das Potenzial des Verfahrens sowie des Auslegungsprozesses wird durch die abschließende exemplarische Auslegung und Fertigung eines Demonstratorbauteils dargestellt.

Die Ergebnisse des Projektes werden in regelmäßigen Abständen durch einen projektbegleitenden Ausschuss (PbA), welcher sich hauptsächlich aus Vertretern kleiner und mittlerer Unternehmen zusammensetzt, überprüft und diskutiert.

Das Forschungsprojekt wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF).

Weitere Informationen und einen Ansprechpartner finden Sie hier.

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