Kombinierte Streifenziehanlage

Kombinierte Streifenziehanlage

Die kombinierte Streifenziehanlage dient zur experimentellen Untersuchung tribologischer Verhältnisse in der Blechumformung, speziell beim Tiefziehen und Streckziehen. Hierzu existieren verschiedene Versuchsmodi des Streifenziehversuches, die bestimmte Situationen einer Tief- und Streckziehoperation modellhaft nachbilden können.

Die Anlage verfügt über umfangreiche und präzise Kraftmesstechnik, die es erlaubt die in den verschiedenen Versuchsmodi entstehenden Kräfte sehr differenziert aufzunehmen. Zudem ist dem Prüfstand eine umfassende Peripherie vorgeschaltet, die durch eine optionale Reinigung und Beölung des verwendeten Blechs reproduzierbare Versuchsbedingungen bei einem gleichzeitig hohen Automationsgrad garantiert.

Für die Versuchsdurchführung können sowohl einzelne Blechstreifen als auch Coilmaterial verwendet werden. Hierzu stehen ein Streifenmagazin und eine motorisierte Haspel zur Verfügung.

Versuchsmodi

Mit der kombinierten Streifenziehanlage können Reibversuche, Verschleißversuche und Abriebversuche durchgeführt werden. Als Werkzeuggeometrien kommen dabei Flachbahn-Werkzeuge, Zylinder-Ebenen-Werkzeuge und Ziehsicken-Werkzeuge zum Einsatz.

Technische Daten der Prüfanlage

  • Blechstreifenbreite: 30 – 50 mm
  • Blechstärke: 0,5 – 2,5 mm
  • Automatisierter Einzelstreifen- oder Coil-Betrieb
    (Einzelblechlängen: 800 – 2000 mm)
  • Kontaktnormalspannung: bis max. 60 N/mm2
  • optional:
    • Blechband-Reinigung
    • Blechband-Beölung
  • Ziehgeschwindigkeit: stufenlos bis max. 100 mm/s