Thermografie-Kamera – FLIR S65

Mit Thermografie-Kameras wie der „ThermaCAM S65“ wird die von einer Oberfläche abgestrahlte Infrarotstrahlung detektiert. In Abhängigkeit der Intensität der Infrarotstrahlung wird über eine Software ein Wärmebild erstellt. Das Wärmebild gibt, die Wärmeverteilung auf der Oberfläche wieder. In der Regel sind Wärmebilder vor allem von Hauswänden bekannt. Mit ihnen wird die Notwendigkeit bzw. die Verbesserung einer Hausisolierung nachgewiesen.

Die Intensität der von der Oberfläche emittierten Infrarotstrahlung wird vor allem durch die Materialbeschaffenheit des Prüfobjekts beeinflusst. Durch Bauteilfehler wie Lunker oder Risse wird der Wärmefluss beeinflusst. Je nach Untersuchungsmethode (Durchstrahlung oder Rückstrahlung) sind Bauteilfehler an der Oberfläche als Wärmequellen oder Wärmesenken erkennbar. Diese Gegebenheit wird zu volumetrischen Fehlerdetektion herangezogen.

Kamerasystem FLIR „ThermaCAM S65“
Prüfprinzipien: Rückstrahlung (links), Durchstrahlung (rechts)

Technische Daten

  • Temperaturbereich: -40°C bis +1500°C
  • Thermische Empfindlichkeit: 0,08°C bei 30°C (bei 50Hz)
  • Genauigkeit: ±2°C, ±2% vom abgelesenen Messwert
  • Bildwiederholfrequenz: 50/60Hz non-interlaced
  • Detektor: Ungekühlter Mikrobolometer mit 320x240 Pixel
  • Spektralbereich: 7,5 bis 13µm (LWIR – Langwelliges IR)
  • Optik: Close-Up Linse 64/150, 0,5 Weitwinkel 45°x34° / 18 mm
  • Einzelbild und Sequenz-Aufnahme (Echtzeit)
  • Stationär oder mobil einsetzbar