Von 1976 bis 2009 – Über 30 Jahre Umformtechnik an der Technischen Universität Darmstadt
Entwicklung des Instituts
Die produktionstechnische Forschung und Lehre blickt in Darmstadt auf eine 100-jährige Tradition zurück. Im Jahre 1976 wurde aus dem Institut für Werkzeugmaschinen die Umformtechnik ausgegliedert. Professor Dr.-Ing. Dieter Schmoeckel leitete das damals unter dem Namen Institut für Umformtechnik (IfU) gegründete Fachgebiet. Seit 1989 führt das Institut den heutigen Namen Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen (PtU) und wird seit 1999 von Professor Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch-Ing. Peter Groche geleitet.
Das Versuchsfeld an der Lichtwiese ist mit einer Vielzahl an Prüfständen und Werkzeugmaschinen ausgestattet. Durch die Anbindung einer mechanischen Werkstatt mit 20 Facharbeitern in Kooperation mit dem Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) können Umformwerkzeuge als auch Versuchsstände direkt vor Ort gefertigt werden. Seit 2007 steht für die experimentellen Arbeiten auch die für den Sonderforschungsbereich SFB 666 gebaute zweite Versuchshalle zur Verfügung. Moderne Computerhardware ermöglicht die effiziente Nutzung aktueller Simulations- und Konstruktionssoftware sowie neuester Messtechnik im Rahmen der Forschungsarbeiten.
Seit Gründung des Instituts ist die Mitarbeiterzahl stetig gestiegen. Mittlerweile arbeiten durchschnittlich 25 wissenschaftliche Mitarbeiter am PtU, von denen 85% über Drittmittel finanziert werden. Diese Bilanz über Jahre aufrecht zu erhalten bestätigt den guten Ruf, den sich das Institut im Laufe der Zeit bei Forschungsfördergesellschaften und Industriepartnern erworben hat. Weiterhin arbeiten fünf Mitarbeiter in Verwaltung und Technik sowie 40 studentische Hilfskräfte am PtU.
Organisation
Das Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch-Ing. Peter Groche gliedert sich fachlich in die drei Abteilungen
- Prozessketten und Anlagen
- Verfahrensentwicklung
- Tribologie und Oberflächentechnik
»Prozessketten und Anlagen« widmet sich dabei vorrangig der Betrachtung kompletter Produktionsprozesse und der Steigerung von deren Produktivität und Stabilität. Technologisch sind hier die Schwerpunkte Walzprofilieren, Innenhochdruck-Umformen (IHU) als auch die Entwicklung von Pressen mit Servoantrieben zu nennen.
»Verfahrensentwicklung« setzt auf die Neu- und Weiterentwicklung von Umformprozessen, mit dem Ziel technologische als auch ökonomische Vorteile zu generieren. Bearbeitet werden Fragestellungen aus dem Bereich des Walzprofilierens, der inkrementellen Umformung wie auch dem Umformen mit Wirkmedien.
»Tribologie und Oberflächentechnik« befasst sich mit der Beschreibung und Optimierung tribologischer Zusammenspiele innerhalb der Systemgrenzen von Werkzeugwerkstoffen, Halbzeugen sowie Prozessstoffen. Für Untersuchungen im Bereich Massiv- und Blechumformung als auch dem IHU und dem Scherschneiden stehen am Institut geeignete Prüfstände bereit.