Geschichte

Von 1976 bis 2014 – Über 37 Jahre Umformtechnik an der Technischen Universität Darmstadt

Entwicklung des Instituts

Die produktionstechnische Forschung und Lehre blickt in Darmstadt auf eine 120-jährige Tradition zurück. Im Jahre 1976 wurde aus dem Institut für Werkzeugmaschinen die Umformtechnik ausgegliedert. Prof. Dr.-Ing. Dieter Schmoeckel leitete das damals unter dem Namen Institut für Umformtechnik (IfU) gegründete Fachgebiet. Seit 1989 führt das Institut den heutigen Namen Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen und wird seit 1999 von Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Peter Groche geleitet

Das Versuchsfeld an der Lichtwiese ist mit einer Vielzahl an Prüfständen und Werkzeugmaschinen ausgestattet. Durch die Anbindung einer mechanischen Werkstatt mit 20 Facharbeitern und Auszubildenden können Umformwerkzeuge und Versuchsstände direkt vor Ort gefertigt werden. Seit 2007 steht zusätzlich die für den Sonderforschungsbereich SFB 666 gebaute zweite Versuchshalle zur Verfügung. Moderne Computerhardware ermöglicht die effiziente Nutzung aktueller Simulations- und Konstruktionssoftware sowie neuester Messtechnik im Rahmen der Forschungsarbeiten. Abgerundet wird die Ausstattung im Bereich Lehre von multimedialen Arbeitsplätzen sowie einem Lernbaukasten zur Durchführung von praktischen Übungen im Rahmen des neu etablierten Tutoriums „Steuerung und Regelung von Umformmaschinen“.

Seit Gründung des Instituts ist die Mitarbeiterzahl stetig gestiegen. Aktuell arbeiten 39 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am PtU. Diese Bilanz über Jahre aufrecht zu erhalten bestätigt den guten Ruf, den sich das Institut im Laufe der Zeit bei Fördergesellschaften und Industriepartnern erworben hat. Weiterhin arbeiten 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltung und Technik sowie etwa 70 studentische Hilfskräfte am PtU.

Organisation

Das Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch-Ing. Peter Groche gliedert sich fachlich in die vier Forschungsabteilungen

  • Prozessketten und Anlagen
  • Walz- und Spaltprofilieren
  • Tribologie
  • Funktions- und Verbundbauweise

»Prozessketten und Anlagen« widmet sich dabei vorrangig der Betrachtung kompletter Produktionsprozesse und der Steigerung von deren Produktivität und Stabilität. Technologisch sind hier die Schwerpunkte Walzprofilieren, Innenhochdruck-Umformen (IHU) als auch die Entwicklung von Pressen mit Servoantrieben zu nennen.

»Walz- und Spaltprofilieren« setzt auf die Neu- und Weiterentwicklung von Umformprozessen, mit dem Ziel technologische als auch ökonomische Vorteile zu generieren. Bearbeitet werden Fragestellungen aus dem Bereich des Walzprofilierens, der inkrementellen Umformung wie auch dem Umformen mit Wirkmedien.

»Tribologie« befasst sich mit der Beschreibung und Optimierung tribologischer Zusammenspiele innerhalb der Systemgrenzen von Werkzeugwerkstoffen, Halbzeugen sowie Prozessstoffen. Für Untersuchungen im Bereich Massiv- und Blechumformung als auch dem IHU und dem Scherschneiden stehen am Institut geeignete Prüfstände bereit.

»Funktions- und Verbundbauweise«